ABFALLENTWICKLUNG

  • „Eins ist sicher und wird sehr bald erkannt, und zwar, dass der große Abfall, der sich ENTWICKELT immer stärker und größer wird. Das wird sich fortsetzen, bis Gott mit dem Ruf vom Himmel kommt.“ {Ellen White: Testimonies, Series B, No.7, S. 57 & NYI February 7, 1906, par. 1}
  • „Gott wird weise Personen erheben, welche die Wahrheiten an den Platz bringen werden, der ihnen nach den Plänen Gottes gehört.“ {Ellen White: SpTB02 51.2} 

Alte Wahrheit:

Wann und wie wurde die Dreieinigkeit wirklich Teil „unseres“ Glaubens?

  • „Die meisten Pioniere der Adventbewegung könnten heute nicht Mitglied einer Adventgemeinde werden, jedenfalls nicht, wenn sie zuvor allen 28 Glaubensüberzeugungen der Gemeinschaft zustimmen müssten. Sie würden beispielsweise den Punkt 2 „Die Dreieinigkeit“ ablehnen.“ {George Knight: Es war nicht immer so, p.13}

Was sagt darüber die Kirche selber? In unserer offiziellen Zeitschrift „Adventecho“ steht eine gute Beschreibung, die den meisten Adventisten unbekannt ist, da sie einfach denken, dass die Dreieinigkeit immer unser Glaube, d.h. auch zur Zeit von Ellen White, gewesen sei.

  • „Das Jahr 1930 stellte einen weiteren Meilenstein in der adventistischen Bekenntnisbildung dar. Da Missionare in Neulandgebieten Afrikas von Regierungsstellen immer wieder um eine offizielle Darstellung ihres Glaubens gebeten wurden, forderte die afrikanische Divisionsleitung eine Neuauflage der Grundprinzipien im Jahrbuch der Gemeinschaft. Unter Umgehung des Vollausschusses der Generalkonferenz gelangte daraufhin ein Entwurf von 22 „Glaubensgrundsätzen“ (Fundamental Beliefs), der vom damaligen Schriftleiter Francis M. Wilcox gemeinsam mit drei anderen Theologen, darunter auch der Generalkonferenzpräsident Charles H. Watson, erarbeitet wurde, in das Jahrbuch von 1931. Nach Aussage des adventistischen Historikers Dr. LeRoy E. Froom wollte man mit dieser Überraschungsaktion den Widerstand traditionalistischer Kreise innerhalb der Gemeinschaftsleitung umgehen. Die Neufassung, die sich implizit wiederum nicht als fest formuliertes Credo verstand, enthält zum ersten Mal ein klares Bekenntnis zur Trinität und zeichnet sich durch eine große Christozentrik aus. Der jahrzehntelange Einfluss von Uriah Smith und seiner Gefolgschaft war damit überwunden. 1932 folgte dann die Aufnahme der „Glaubensgrundsätze“ in das neu geschaffene Gemeindebuch. Sie erlangten noch größeres Gewicht, weil sie darin als Maßstab zur Taufunterweisung aufscheinen.“ {Adventecho, April 1998, Seite 11+12}

Wir können an dieser Aussage erkennen, dass wir nicht immer an die Dreieinigkeit geglaubt haben! Allerdings kam der Abfall der Dreieinigkeit in Deutschland viel früher, geführt von der leitenden Kraft Ludwig Richard Conradi, der auch zusätzliche Abfallpunkte dazu gebracht hatte. Im oberen Zitat steht, dass die 1931 eingeführte Neufassung sich nicht als „fest formuliertes Credo“ verstanden habe. Das ist vergleichbar mit der schleichenden Einführung neuer Gesetze. Wenn etwas länger toleriert und die Gerichtsentscheidungen in eine bestimmte Richtung getroffen werden, bekommt dieses die gleiche Bedeutung wie ein Gesetz, und es wird die gesetzliche Pflicht bei den Gerichtsurteilen. 

  • „Aber erst nach dem Tode der frühen Generation adventistischer Theologen konnte sich das trinitarische Verständnis uneingeschränkt durchsetzenerstmalig wurde es 1931 auch in den grundlegenden adventistischen Glaubenslehren (Fundamental Beliefs) formuliert. 1944 wurden auch alle antitrinitarischen und semiarianischen Aussagen aus den früher von Uriah Smith veröffentlichten Büchern, soweit sie nachgedruckt worden sind, in Anmerkungen verändert oder gestrichen.” {Prof. Manfred Böttcher}

Warum die 28 Punkte „unseres“ Glaubens erst so spät (1980 in Dallas) offiziell angenommen wurden, ist offensichtlich. Diese Entscheidung hat so lange gebraucht, weil sich erst alle an die eingeschleusten Irrlehren gewöhnen mussten, die dann zusammen mit biblischer Wahrheit beschlossen wurden, wie man in Nizäa zusammen mit biblischer Wahrheit auch den Sonntag eingeschleust hat. Die Dreieinigkeitslehre als eine tote Fliege hat das Öl des Salbenmischers, die Kirche, verdorben:

  • „Weisheit ist besser als Waffen, aber ein Einziger, der falsch entscheidet, kann viel Gutes verderben. Tote Fliegen lassen das Öl des Salbenmischers gären und stinken.“ {Prediger 9,18-10,1}

Die gesetzliche Installation der 28 Glaubenspunkte darf auch als ein Beweis gesehen werden, dass mit ihnen die Lüge mit der Wahrheit vermischt wurde. Ansonsten hätte man sie schon im Jahre 1931 zur Abstimmung bringen können, als sie von nur vier Personen erarbeitet und zum Maßstab der Taufunterweisung gemacht wurden. Das geschah unter Umgehung des Vollausschusses der Generalkonferenz in einer Überraschungsaktion ohne Zustimmung traditionalistischer Kreise. 

Uriah Smith war von Ellen White gelobt und sein arianisches Buch ´Daniel und Offenbarung´ von ihr ausdrücklich empfohlen worden. Die 1931 eingeführten Glaubenspunkte waren 1980 bereits fast 50 Jahre präsent, und ihre Abstimmung 1980 war nur die offizielle Bestätigung. Aber bereits 1940 hat man eingeführt, dass man vor der Taufe die Dreieinigkeit annehmen muss, obwohl dieses nicht vertieft oder präzisiert wurde, und somit nicht auffällig war. Die erst später gekommene Formulierung „Dreieinigkeit“ kam nur als Folge, der allmählich immer stärkerer Betonung dieses Wortes und dieser Bedeutung.

Trotzdem behauptet man, dass die 28 Glaubenspunkte nur die Beschreibung dessen sei, was wir „immer“ geglaubt hätten. Das entspricht aber nicht den Tatsachen! Wir mussten auch vor dem Jahre 1931 vor der Taufe alle Punkte der Wahrheit annehmen, wie z.B. den Geist der Weissagung, Sabbath oder die Wiederkunft Jesu, da diese die Säulen der Wahrheit waren. Zugleich mussten wir aber vor 1940 keine Dreieinigkeit annehmen. Warum mussten wir diese nicht wie den Rest annehmen, wenn sie schon „immer“ als Wahrheit akzeptiert worden wäre, wie manche es darstellen? 

Und selbst zu dieser Zeit hat man die Wahrheit nicht beseitigt, dass Jesus immer der wörtliche Sohn war. Das zeigt, dass Ellen White und die Kirche bis zu ihrem Tode der Wahrheit treu blieben. Hätte man schon im Jahre 1931 so wie heute die Dreieinigkeit gepredigt statt Gott und Jesus, dann hätte es die Kirche sofort als Abfall erkannt. Die Dreieinigkeitslehre hat seit 1931 sich in den folgenden Jahrzehnten immer mehr ausgeprägt, bis bei der Abstimmung 1980 die Mehrheit daran gewöhnt war. Fast 50 Jahre hat das also gebraucht. Damals hat man in den Predigten den Vater, den Sohn und den heiligen Geist erwähnt, ohne zu erklären, was das genau bedeutet. Und so hat sich keiner tiefere Gedanken gemacht, was der heilige Geist ist. 

Aus dem Grund konnte sich allmählich eine Bedeutung entwickeln, die nicht biblisch ist, und die Glieder gewöhnten sich daran, ohne dass sie es merkten. So wurde auch der Anfang dieses Abfalls bereits im Jahre 1913 gesät, als ein höherer Theologe erstmals das Wort „Dreieinigkeit“ in einem Artikel platziert hat, ohne die wörtliche Theologie geändert zu haben, da der Satan den ersten Schritt immer mild und unauffällig macht, um den Menschen die Angst zu nehmen. Dieses Zitat war keine offizielle Lehre von unserer Kirche, sondern die Haltung dieses einen Menschen, der 1930 mit dem Generalkonferenzpräsidenten und zwei anderen in einer Überraschungsaktion die ersten Glaubenspunkte ausgearbeitet hat:

  • „Die Siebenten-Tags-Adventisten glauben an: Göttliche Dreieinigkeit. Diese Dreieinigkeit besteht aus dem ewigen Vater, einem persönlichen geistigen Wesen, unbegrenzt in der Macht, Weisheit und Liebe; aus dem Herrn Jesus Christus, dem Sohn des ewigen Vaters, durch Den alle Sachen erschaffen wurden und durch Den die Rettung der erlösten Vielzahl geführt wird; aus dem heiligen Geist, der dritten Persönlichkeit der Gottheit, einer regenerierenden Kraft im Dienste der Erlösung.“ {F. M. Wilcox: „The Message for Today“, RH, October 9, 1913

Viele nehmen das obere Zitat als „Beweis“, dass wir auch zur Zeit von Ellen White definitiv an die Dreieinigkeit geglaubt hätten. Wenn wir aber unser offizielles „Adventist Year Book“ der Generalkonferenz mit der Liste unserer Glaubenspunkte der Jahre 1914 und 1931 vergleichen, werden wir besonders in den ersten zwei Punkten einen diametralen Gegensatz feststellen und erkennen, dass die Dreieinigkeitslehre wirklich erst nach dem Tode der Prophetin Gottes eingeführt wurde. 

Dass der eine Mensch namens F. M. Wilcox es wagte, unmittelbar vor ihrem Tode etwas anderes zu schreiben, ist gar kein Beweis, dass das unser Glaube war! Das war eher der erste Schritt der Einführung des Abfalls. Es folgt ein Auszug aus dem adventistischen Jahrbuch „Adventist Yearbook“ 1914 und fundamentale Glaubenspunkte der Adventisten:

Wie verlief die offizielle (langsame) Verwerfung der Wahrheit? Die Punkte 1 und 2 des offiziellen Glaubens aus 1872 und 1914 waren identisch. Im Jahr 1872 existierte keine Spur eines Glaubens an die Dreieinigkeit! Und eben das war unser Glaube 1914, und nicht ein Text über die Dreieinigkeit aus dem Jahr 1913, geschrieben von einem der damaligen Abfallanführer Francis McLellan Wilcox. Und „ausgerechnet“ dieser Text wird heute als „Beweis“ verwendet, dass wir zur Zeit von EGW die Dreieinigkeit „angenommen“ hätten.

Im Jahr 1919 kam, unter den führenden Theologen der Generalkonferenz, der erste Versuch der Einführung der Dreieinigkeit, angeführt von den Ältesten Prescott, Lacey und Daniells. Dieser Versuch wurde zu diesem Zeitpunkt von der Mehrheit abgelehnt. Ein Durchbruch kam erst 1931 zustande, als die Mehrheit alter Pioniere gestorben war. Zu diesem Zeitpunkt hat man die Dreieinigkeit dezent und halboffiziell eingeführt. 

Einer der Hauptträger dieser Handlung war Francis M. Wilcox, unterstützt unter anderem durch den Präsidenten der Generalkonferenz Charles H. Watson und durch Dr. Froom im Hintergrund, der diese Aufgabe von der Seite der GK-Leitung bekommen hatte. Dr. Froom war damals im engsten Kreis der Zuständigen Theologen für die Vorbereitung der 22 Glaubenspunkte, und einer der wichtigsten Theologen im Kreis der Generalkonferenz. 

Er schrieb später selbst, dass die „falschen“ Lehren über Gott damals entfernt wurden. In seinem Buch „Movement of Destiny“ steht, dass in der Literatur adventistischer Theologen davor nichts über die Dreieinigkeit stand:

  • „Der nächste unvermeidbare Schritt war das Vereinheitlichen unserer Lehren. Das bedeutete die Korrekturen unserer STANDARDLiteratur und Korrektur der Teile, welche die Irrlehren überGott enthalten.“ {Dr. L. Froom: Movement Of Destiny p. 422 1971} 
  • „Darf ich ehrlich etwas gestehen? Als unsere höchsten Leiter mich zwischen 1926 und 1928 gebeten haben, eine Vortragsserie zum Thema ´der heilige Geist´ zu halten, mit welcher ich die nordamerikanische Union der Institute der Prediger im Jahre 1928 abdecken würde, habe ich festgestellt, dass außer den unbezahlbaren Ratschlägen des Geistes der Weissagung praktisch NICHTS in unserer Literatur existiert hatte, was die Bibel auf dem so großen Feld „unterstützen“ würde. Es gab vorher keine Bücher zu diesem Thema in unserer Literatur.“ {Dr. LeRoy Edwin Froom: Movement of Destiny, page 322-324, 1971} 

Das weltweit erste trinitarische Buch, geschrieben von einem adventistischen Theologen, war „The Comming of the Comforter“ – „Das Kommen des Trösters“, und kam 1928 „zufällig von Dr. Froom. Was hat die alte wahre Form des Glaubens an einen Gott den Vater und Seinen Sohn Jesus ersetzt? Das war die später angenommene Lehre der Dreieinigkeit. Ein Abfall ist wie ein Schneeball, der von der Spitze eines Berges immer schneller nach unten rollt, und ständig grösser wird, und alles unter sich begräbt, was in diesem Fall wörtlich geschehen ist. 

Wenn wir in den unteren Texten die fundamentalen Glaubenspunkte von 1914 bis zu den heutigen Tagen vergleichen, können wir die langsame Vertiefung dieser Abfalllehre erkennen. Selbst 1931 hat man daran geglaubt, dass Jesus wörtlicher Sohn Gottes ist, was heute abgelehnt und dementiert wird. 

Adventist Yearbook 1914:

  • 1:“Dass EIN Gott existiert, ein persönliches, geistliches Wesen, Schöpfer aller Dinge, allmächtig, allwissend und ewig; unendlich in der Weisheit, Heiligkeit, Gerechtigkeit, Güte, Wahrheit, und Gnade; Unveränderlich und überall präsent durch Seinen Vertreter, den heiligen Geist.“ {Adventist Yearbook 1914, p. 293} 
  • 2:“Dass nur EIN Herr Jesus Christus existiert, der Sohn des ewigen Vaters, Der durch Ihn alle Dinge erschaffen hatte, und durch Welchen diese bestehen; dass Er für die Erlösung unserer gefallenen Rasse die Natur des Samens Abrahams auf Sich nahm; dass Er Sich unter den Menschen aufhielt, voller Gnade und Wahrheit, als unser Vorbild lebte, als Opfer für uns starb, wurde für unsere Rechtfertigung auferweckt, in die Höhe erhoben damit Er als unser einziger Mittler im himmlischen Heiligtum dient, wo Er durch die Verdienste Seines vergossenen Blutes die Begnadigung und Vergebung von der Sünde all jener sicherstellt, die reumütig zu Ihm kommen; und, als abschliessender Teil Seines Priesterdienstes, und bevor Er als König den Thron übernimmt, wird Er die grosse Versöhnung für die Sünden von all solchen vollbringen, und ihre Sünden werden dann getilgt sein und von dem Heiligtum fort getragen, wie der Dienst des levitischen Priestertums zeigte, der als ein Schatten den Dienst unseres Herrn im Himmel anschaulich machte. Siehe 2. Mose 16; Heb. 8,4; 5,9; 9,6.7.“ {Adventist Yearbook 1914, p. 293} docs.adventistarchives.org/docs/YB/YB1914__B.pdf

Adventist Yearbook 1931:

  • 2:„Dass die Gottheit, oder Dreieinigkeit, besteht aus dem ewigen Vater, einem persönlichen, geistlichen Wesen, allmächtig, allgegenwärtig, allwissend, unendlich in Weisheit und Liebe; dem Herrn Jesus Christus, der Sohn des ewigen Gottes, durch welchen alle Dinge erschaffen wurden und durch welchen das Heil der Erlösten vollbracht werden wird; dem heiligen Geist, die dritte Person der Gottheit, die große regenerierenden Kraft im Werk der Erlösung. Matthäus 28,19.“ {Adventist Yearbook 1931, p. 377} docs.adventistarchives.org/docs/YB/YB1931__B.pdf

Was wurde 1980 die offizielle Lehre der Adventisten, als vorletzter Schritt des Abfalls?

  • 2:„Es ist EIN Gott: Vater, Sohn und heiliger Geist – Drei in Einheit verbunden, von Ewigkeit her. Gott ist unsterblich, allmächtig und allwissend; ER steht über allem und ist allgegenwärtig. Er ist unendlich und jenseits aller menschlichen Vorstellungskraft. Dennoch kann Er erkannt werden, weil Er sich selbst offenbart hat. In alle Ewigkeit gebührt IHM Ehre, Anbetung und der Dienst der ganzen Schöpfung.“  {STA: Punkt 2 von 28, 1980}

Wir können in oberen Worten erkennen, dass deren „EIN Gott“ aus drei Göttern besteht, während in der Bibel und den Schriften von EGW nur Gott der Vater den Titel ´EIN Gott´ trägt. Bis dahin stand der heilige Geist in der Liste der offiziellen Glaubenspunkte hinter der Formulierung EIN Gott: Vater, Sohn und heiliger Geist ohne die einzelne Bezeichnung Gott, weil man sich noch nicht gewagt hat, den Geist direkt Gott zu nennen. Bei der neusten Liste des Glaubens hat man den Punkt 2 mit einem „fusionierten“ Gott behalten. In den neuen hinzugefügten Punkten 3,4 und 5 steht nun neben Gott dem Vater und Gott Jesus zum ersten Mal auch „Gott“ der ewige Geist:

  • 5:“Gott der ewige Geist“ wirkte zusammen mit dem Vater und dem Sohn bei der Schöpfung, bei der Menschwerdung und bei der Erlösung. Er ist ebenso ein persönliches Wesen wie der Vater und der Sohn. Er inspirierte die Schreiber der Heiligen Schrift. Er erfüllte Christi Leben mit Kraft. Er zieht die Menschen zu Gott und überführt sie ihrer Sünde. Die sich ihm öffnen, erneuert er und formt sie nach dem Bild Gottes. Gesandt vom Vater und vom Sohn, damit er allezeit bei Gottes Kindern sei, gibt der Heilige Geist der Gemeinde geistliche Gaben, befähigt sie zum Zeugnis für Christus und leitet sie in Übereinstimmung mit der Heiligen Schrift in alle Wahrheit“ {STA: Punkt 5}

Viele haben einen neuen Begriff „Gott der ewige Geist“ angenommen, und Manche haben, als logische Folge, damit angefangen, den „Gott“ Geist direkt anzubeten! Das ist eine direkte Übertretung vom ersten Gebot! In der ganzen Bibel und dem Geist der Weissagung existiert keine einzige Stelle, wo „Gott der heilige Geist“ steht, sondern immer der Geist GottES. Ebenso steht kein einziges Wort über die Anbetung des heiligen Geistes, und in der ganzen Geschichte hat keiner je den heiligen Geist angebetet! 

Viele, die den Begriff Gott der ewige Geist bald annahmen, haben logischerweise  damit angefangen, den „Gott“ Geist direkt anzubeten! Dieses ist eigentlich eine starke Übertretung vom ersten Gebot! In der Bibel und dem Geist der Weissagung existiert keine Stelle, wo „Gott der heilige Geist“ steht, sondern immer der Geist GottES. In der ganzen Bibel wie auch im Geist der Weissagung steht kein Wort über die Anbetung des heiligen Geistes!

  • „Das ist aber das ewige Leben, dass sie Dich, den allein wahren Gott, und Den Du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“ {Johannes 17,3}
  • Satan war einst im Himmel ein angesehener Engel, der Nächste NACH Christus.“ {Ellen White: EW, p. 145.1 1858}

Wir können da erkennen, warum Satan, der einst ranghöchste Engel, das dritte Wesen nach Gott und Jesus, die Dreieinigkeit erfand und dafür den Namen vom heiligen Geist missbraucht hatte. Er hat sich hinter diesem Namen als „dritter Gott“ versteckt und bekommt  dadurch die Anbetung, die ihm nicht zusteht, da er nur ein erschaffenes Wesen ist! Die Anbetung vom heiligen Geist ist eine direkte Anbetung des Feindes! Ellen White hat 1915 geschrieben, dass dieser vollständige Abfall sofort nach ihrem Tode beginnen wird, was wörtlich erfüllt wurde:

  • „Ich bin angewiesen unserem Volk zu sagen, dass sie nicht verstehen, dass der Teufel eine Säule nach der anderen übernimmt und sie hinausträgt auf Wegen, die sie nicht erwarten. Die Agenten Satans werden Wege erfinden, um Sünder aus Heiligen zu machen. Ich sage euch jetzt, dass WENN(gleich) ich zur Ruhe gelegt werde große Veränderungen stattfinden werden. Ich weiss nicht, wann ich genommen werde, aber ich möchte alle vor dem Wirken Satans warnen. Ich möchte, dass alle es wissen, dass ich sie vor meinem Tode vollständig gewarnt habe.“ {Ellen White: Manuscript 1, 24. February 1915}(http://www.llu.edu/webapps/univ_library/speccolls/EGWManuscripts.php

Dieses hat sie bereits früher angekündigt, da sie in der GK nichts mehr sagen konnte:

  • „Lasst euch nicht verführen: Viele werden vom Glauben getrennt, und werden den verführenden Geistern und Lehren Satans nachgeben. Wir stehen JETZT in Alpha dieser Gefahr. Das Omega wird von erschreckender Natur sein.“ {Ellen White: Testimonies, Series B, No. 2, p. 16, written July 24, 1904}
  • „Ich wusste, dass der Omega-Abfall SEHR BALD danach auftreten wird, und habe wegen dem Volk Gottes gezittert. Die Schriften, die für die Bestätigung dieser Lehren verwendet werden, sind missbraucht.“ {Ellen White: Special Testimonies, Series B No. 2 Page 53, ‘The Foundation of our Faith’ 1904}

Er trat wirklich sofort nach ihrem Tode in Erscheinung und wurde auf der biblischen Konferenz 1919 fortgesetzt. Dort hat Prof. W. Prescott versucht, diese von ihm und F.M. Wilcox geforderte Lehre durchzusetzen, was ihnen wegen dem energischen Widerstand der Mehrheit nicht gelang! Warum ist es ihm nicht gelungen, wenn die Dreieinigkeitslehre wirklich schon früher viele Anhänger gehabt hätte, wie es manche versuchen darzustellen? Als diese Sitzung 1919 stattfand, wurden besonders starke Gegner der Dreieinigkeitslehre gar nicht eingeladen, oder haben die Einladung „zufällig“ zu spät bekommen: 

  • „Lasst die Konservativen nicht denken (wissen), dass etwas passieren wird, und dass die Progressiven alarmiert und erschrocken sein werden, dass dieses nicht geschehen wird. Lasst uns den guten Geist behalten. Bringet raus, was ihr habt. Lasst uns all das Licht raus bringen, das wir haben, glaubt was wir können, und lasst den Rest passieren.“ {A.G. Daniells, 1919} 

War es denn damals normal, dass wir auf der höchsten Ebene versteckte und nicht angekündigte Sitzungen haben, mit der breiten Information erst danach? Hätte die Kirche wirklich an die Dreieinigkeit geglaubt, wäre es bei dieser Konferenz nicht zu so entschlossenem Widerstand absoluter Mehrheit der damaligen Theologen gekommen. Erst beim nächsten Versuch auf der biblischen Konferenz 1931 haben es F. M. Wilcoxx mit Dr. LeRoy Froom in Hintergrund geschafft, die Grundlagen „unseres“ Glaubens auszuarbeiten und dabei die Dreieinigkeitslehre durchzusetzen. Damals wurde noch die Position des wörtlichen Vaters und wörtlichen Sohnes gelassen, damit es nicht zu auffällig ist mit der nicht biblischen Lehre. Und selbst da noch im Jahre 1931 wurde sein Vorstoß durch keine Abstimmung verabschiedet, da die Ablehnung der Dreieinigkeitslehre noch zu stark gewesen wäre. 

Warum war es damals so schwierig, diese Lehre einzuführen, wenn sie wirklich nach 1890 von Ellen White und der Kirche „angenommen“ worden wäre? Man erklärt heute, dass die Sitzung von 1931 nur dem Zweck gehabt hätte, die Punkte aufzuschreiben, an welche wir glaubten. Aber natürlich wurden auch andere Punkte aufgeschrieben, damit alles im Sinne der Dreieinigkeitslehre präsentiert werden konnte, ohne dass es sofort für alle erkennbar war als die Einführung der neuen Lehre, die wir bis dahin nicht hatten.

J.S. Washburn hat im Jahre 1940 versucht, die Wahrheit zu verteidigen, und hat die Theologie der Dreieinigkeit von W. Prescott Omega Abfall genannt. Diesmal hat sich die Verteidigung der Wahrheit nicht mehr durchgesetzt, da nun der Abfall zu stark geworden war. Erst 1946 wurde die Dreieinigkeit als Definition in der Generalkonferenz angenommen, und das Buch ´Evangelism´ mit den Zitaten von „Ellen White“, welche diese Ansichten auf den ersten Blick unterstützen, wurde zum ersten Mal gedruckt. Aber selbst dann war die Annahme dieser Lehre noch immer nicht amtlich, da sie nicht von der ganzen Kirche auf der Generalkonferenz beschlossen wurde. 

Damals hat man die Vorgangsweise bei dieser Frage, ohne die Autorisierung durch die Abstimmung auf der weltweiten Generalkonferenz, so begründet, dass es „nur“ eine vorläufige Entscheidung sei, und dass man sie danach jederzeit zurückziehen könne, wenn die Ergebnisse der Abstimmung anders ausfallen würden. Robert J. Wieland und Donald K. Short haben 1950 zum letzten Mal versucht, die alte Wahrheit zu verteidigen, was diesmal vollständig verworfen wurde, da die Anzahl der Glieder, die gegen diesen Abfall gekämpft haben zu klein wurde. 

Gleichzeitig wurden im Jahre 1944 alle arianische Grundlagen, welche der Dreieinigkeitslehre widersprechen, aus dem Buch ´Daniel und Offenbarung´ (1898) von Uriah Smith „präventiv“ entfernt, zum Beispiel, dass Jesus der wörtliche Sohn ist. Später wurde dieses Buch dezent zurückgezogen. Heute wird dieses so erklärt, dass Uriah Smith nicht die ganze Wahrheit verstanden habe, obwohl Ellen White hinsichtlich seiner Bücher im Jahre 1905 etwas diametral Entgegengesetzte geschrieben und ihre Verbreitung selbst angeordnet hatte.

  • „Die Fundamente unseres Glaubens, die mit vielen Gebeten und ernsthaftem Studieren der Bibel aufgerichtet sind, wurden eins nach dem anderen, eine Säule nach der anderen zerstört. Unser Glauben hatte nichts mehr worauf er sich anlehnen konnte, das Heiligtum war nicht mehr da, die Reue war nicht mehr da. Ich habe verstanden, dass man etwas unternehmen muss. Der Kampf hat mich fast das Leben gekostet.” {Ellen White: 1SAT, p. 344, 1904}

EGW schrieb, dass der Abfall jeden Versuch der Wahrheitsverteidigung niederschlagen wird. Sind die Abgefallenen eine Minderheit? Nur eine Mehrheit kann jeden Widerstand, jeden Versuch der Wahrheitsverteidigung niederschlagen. Sind laut Offenbarung die Abgefallenen in der Gemeinde Laodizäa eine Minderheit? Gibt es andere Säulen unseres Glaubens, die theologisch-philosophisch vernichtet wurden? 

Bei dieser Frage geht es um die tragende Säulen und nicht um begleitende Erscheinungen des Abfalls. Die Söhne von Ellen White schrieben 1913 und 1935, dass die Dreieinigkeitslehre die wichtigste Säule der Wahrheit über Gott vernichtet hat. Was wurde nach ihrem Tode noch fundamental geändert? Die späteren Abfallpunkte wie die Behauptung, dass Jesus auf der Erde die Natur Adams vor dem Sündenfall gehabt hätte, sind keine neue Lehren, sondern nur die Vertiefung des bereits angefangenen Abfalls. 

Heute kommen die Behauptungen, dass nur „manche“ Pioniere die Dreieinigkeit abgelehnt hätten, aber die „Mehrheit“ auch zur Zeit von Ellen White daran geglaubt habe. Als „Beweise“ werden nur ein paar vorhandene Zitate verwendet, wo eine kleine Anzahl der 5-6 Theologen im ersten Abfallstadium diese Lehre direkt oder indirekt unterstützt haben. 

Mit solcher Vorgehensweise könnte man ein paar heutige Theologen zitieren, die gegen diese Lehre sind, und damit „beweisen“, dass die heutige Kirche nicht an die Dreieinigkeit glauben würde. Die wahren Tatsachen in diesem Kontext finden wir ausgerechnet bei einem der wichtigsten Vertreter der Dreieinigkeitslehre in der Generalkonferenz, Merlin Burt, der folgendes schrieb:

  • Während der 1940-er Jahre hat eine immer höhere Anzahl in der Kirche an die ewige Göttlichkeit Jesu ohne Anfang, und an die Dreieinigkeit geglaubt, jedoch waren dort auch solche, die es abgelehnt haben, und dem WECHSEL aktiv widersprochen haben. Die Gruppe bestand hauptsächlich aus den alten Predigern und Bibellehrern.“ {Merlin Burt: https://www.andrews.edu/~burt/010524_Burt.pdf

Wenn die damaligen Theologen entschlossen das Wort Dreieinigkeit vermieden haben, und zwar bis 1931, ist es lächerlich zu behaupten, dass unsere Kirche vor und zu diesem Zeitpunkt sie gelehrt habe. Wenn jemand an etwas glaubt, spricht er auch darüber, unabhängig davon ob er Theologe oder Gemeindeglied ist! Wenn aber jemand mit vollständiger Wahrheit und der Aufgabe der Verkündigung der Dreiengelsbotschaft die Bibel und sein Werk verwirft, zieht der Satan diesen noch näher zu sich, sogar näher als seinen offiziellen Vertreter, den Papst. 

Deshalb ist es auch kein Wunder, dass wir bei der Generalkonferenz 1980 neue Lehre eingeführt haben, dass der eine Gott wie bei den fernöstlichen Religionen fusioniert „aus“ dem Vater, Sohn und dem heiligen Geist besteht, obwohl die Bibel unmissverständlich sagt, dass es einen Gott, einen Herrn und einen Geist gibt! Somit sind wir in unserem Abfall tiefer als sehr viele protestantische Kirchen gegangen, und haben neben den Lutheranern als weltweit einzige Kirche die Errichtung des Platzes von Luther in Vatikan initiiert! 

Und dieses symbolisiert die „Versöhnung“ und Ökumene, bedeutet also, dass die katholische Kirche „kein“ Tier mehr ist, und dass der Luther nach 500 Jahren wieder zum Heiligen Vater zurück nach Hause gekommen ist! Somit haben wir alle biblische Prinzipien der Offenbarung, dass der Papst das Tier ist und den letzten Kampf gegen das Volk Gottes führen wird, und dass wir dieses in der Dreiengelsbotschaft der ganzen Welt verkünden sollen, vollständig verworfen. Möge Gott uns gnädig sein, und bei der Reue helfen, da nach dem Propheten Hesekiel die letzte Strafe der Endzeit beim gefallenen Volk Gottes beginnen wird!

Dieser Text ist ein Ausschnitt aus dem Buch “Adventisten – Erstes Gebot oder die Dreieinigkeit” in dem alle Zitate von Ellen White zusätzlich auch auf Englisch stehen.

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