PIONIERE UND DIE DREIEINIGKEIT

Sind die Behauptungen, dass der heutige Glaube in der Kirche ein „Fortschritt“ in der Erkenntnis der „Wahrheit“ sei, richtig?

  • „Eins ist sicher und wird sehr bald erkannt, und zwar, dass der große Abfall, der sich ENTWICKELT immer stärker und größer wird. Das wird sich fortsetzen, bis Gott mit dem Ruf vom Himmel kommt.“ {Ellen White: Testimonies, Series B, No.7, S. 57 & NYI February 7, 1906, par. 1} “
  • „Gott wird weise Personen erheben, welche die Wahrheiten an den Platz bringen werden, der ihnen nach den Plänen Gottes gehört.“ {Ellen White: SpTB02 51.2}

Edson White hat im Jahr 1913 geschrieben, dass im ganzen Universum nur zwei Wesen Göttliche Namen tragen, und zwar der Vater und Sein Sohn Jesus: 

  • „Nur EIN Wesen in dem Universum besitzt neben dem Vater einen Göttlichen Namen, und das ist Sein Sohn, Jesus Christus.“ {James Edson White: The Coming King, p. 27, 1913}

Warum hat Ellen White nicht auf diese Aussage ihres Sohnes reagiert, wenn sie wirklich an die Dreieinigkeit geglaubt hätte? Gerade zu dieser Zeit war ein besonders starker Konflikt beider Ansichten präsent. Diese Aussage hatte großen Einfluss, besonders weil sie Ellen Whites Sohn kam!

Was schrieb später der andere Sohn von Ellen White, William White, bezüglich der Einführung der Dreieinigkeitslehre in den Adventismus?

  • „Durch die Aussagen und die Argumente mancher unserer Prediger wird VERSUCHT zu beweisen, dass der heilige GEIST auch ein INDIVIDUUM sei, wie es Gott der Vater und Christus, der ewige Sohn sind, haben mich erstaunt und manchmal traurig gemacht.“ {Letter from W. C. White to H. W. Carr, 30. April 1935} 

Warum hat William White gegen die Dreieinigkeit gekämpft, wenn diese wahr wäre? Weil Gott Ellen White gezeigt hat, dass ihr Sohn nicht von der Wahrheit abfallen wird:

  • „Es wurde mir ebenso gezeigt, dass mein Sohn, W.C. White, mein Helfer und Berater sein solle, und dass der Herr den gesunden Geist der Weisheit auf ihn ausgießen wird. Es wurde mir gezeigt, dass der Herr ihn leiten wird, und dass er nicht von dieser Richtung abkommen wird, weil er die Führung und Beratung des heiligen Geistes erkennen wird…“ „Der Herr wird dein Lehrer sein. Du wirst auf trügerische Einflüsse geraten; die in vielen Formen kommen werden, als Pantheismus oder andere Formen der Untreue. Folge aber wohin Ich dich leiten werde, und du wirst sicher sein. Ich will Meinen Geist deinem Sohn geben, und will ihm die Kraft für sein Werk geben. Er hat die Gnade der Demut. Der Herr hat ihn ausgewählt, am wichtigen Teil Seines Werkes mitzuwirken. Er wurde für diesen Zweck geboren.” {Ellen White: Selected Messages Book 1, pp. 54, 55}

George Knight, Professor der Adventgeschichte, und einer der bekanntesten Theologen und überzeugter Trinitarier in den heutigen Kreisen der GK, beschrieb ehrlich folgende Tatsachen: 

  • „Die meisten Pioniere der Adventbewegung könnten heute nicht Mitglied einer Adventgemeinde werden, jedenfalls nicht, wenn sie zuvor allen 28 Glaubensüberzeugungen der Gemeinschaft zustimmen müssten. Sie würden beispielsweise den Punkt 2 „Die Dreieinigkeit“ ablehnen.“ {George Knight: „Es war nicht immer so“ Seite 13, Ministry October 1993 p.10}

Welche Personen haben nicht zu der Gruppe „die Meisten“ gehört? Das waren die in der zweiten Phase gewordenen Befürworter der Dreieinigkeit, die allmählich den Abfall in die Adventgemeinde gebracht hatten:  Dr. J. H. Kellog (siehe Kapitel 69), A. T. Jones, Prof. W. W. Prescott (siehe Kapitel 65), A. G. Daniells, Francis Wilcox, später unterstützt durch Dr. LeRoy Froom (siehe Kapitel 69+70) und den GK-Präsidenten Charles Whatson, die 1931 die Lehre der Dreieinigkeit durchgesetzt hatten.

Manche Theologen behaupten, dass die Pioniere nur die katholische Form der Dreieinigkeit abgelehnt hätten. Im unteren Zitat, wo ein Gespräch protokoliert wurde, bei dem auch Ellen White teilnahm, sehen wir das Gegenteil:

  • „…Hier im Zug haben wir einen Menschen mit erkennbaren körperlichen und geistigen Fähigkeiten kennengelernt, der von seinem Missionsfeld in China zurückgekehrt war… Während wir mit diesem Herrn geredet haben, haben seine Opfer tiefste Würdigung in uns ausgelöst, die auch weiter wuchsen…. Da er uns aber über die Dreieinigkeit befragt (katechisiert) hat, und wahrnahm, dass wir nicht seiner Ansicht eines dreieinigem Gottes zustimmen, wurde er ernst mit der Verurteilung des Unitarismus, der Christus Seine Göttlichkeit wegnimmt, und aus Ihm nur einen Menschen macht…. Wir lehnen die Göttlichkeit Christi nicht ab…. Wir glauben an Ihn, dass Er eine Göttliche Person ist, Welchen Jehova mit den Worten ansprach: ´lasst Uns Menschen schaffen´. Er war mit dem Vater bevor die Welt entstand…. Wir haben keine Zuneigung zu den Unitaristenwelche die Göttlichkeit Christi ablehnen, und auch keine Zuneigung zu den Trinitariern, welche Jesus für den ewigen Vater halten und so mystisch über einen ´dreieinigen´ Gott sprechen.“ {Review and Herald, 6. June, 1871, p. 196, Western Tour} {http://docs.adventistarchives.org/docs/RH/RH18710606-V37-25__B.pdf} 

Heutzutage kommen auch solche „Erklärungen“, dass MANCHE unserer Pioniere aus der religiösen Umgebung gekommen seien, in der die Dreieinigkeit abgelehnt war, und dass diese Ablehnung „nur“ deshalb existierte. Es ist wohl wahr, dass manche Pioniere den Glauben in die Kirche gebracht haben, den sie schon vorher hatten. Aber bedeutet es dann, dass wir auch die biblische Taufe der Erwachsenen ablehnen sollten, weil wir es von den Baptisten übernommen haben? 

Sollten wir auch das Kommen Jesu ablehnen, da es der Nichtadventist William Miller vor uns gelehrt hat? Wir haben als letzte Kirche Gottes durch die Führung des heiligen Geistes die bereits gekannte Wahrheit weiter gepflegt, und haben dazu die falschen substantiellen Lehren anderer Kirchen durch die biblische Wahrheit ersetzt. 

Die Lehre der Dreieinigkeit war keine später tiefer erkannte „Wahrheit“, sondern sie war die unbiblische Lehre der meisten Kirchen, die wir beim Verlassen von Babylon hinter uns gelassen haben! Deshalb verteidigten die Pioniere die Ablehnung dieser Lehre ebenso kompromisslos wie den Sabbat und das Kommen Jesu! In den folgenden Zitaten alter Pioniere aus der Zeit von Ellen White steht, was damals wirklich in der Adventgemeinde gelehrt wurde, ohne dass Ellen White dem widersprochen hat. Die Behauptung, dass dieses nur „manche“ Pioniere gewesen seien, dass aber die Mehrheit an die Dreieinigkeit geglaubt habe, ist nicht wahr. 

Unsere Pioniere haben neben dem Glauben, dass nur zwei Göttliche Wesen existieren, auch die heutige „adventistische“ Dreieinigkeit abgelehnt, die noch weiter als die katholische geht und behauptet, dass Jesus „nicht“ wörtlich am Kreuze starb, sondern „nur“ Sein Kleid aus Fleisch, und dass Er Sich Selber auferweckt habe, was die Vernichtung des Opfers Jesu am Kreuz bedeutet! 

Die Pioniere haben auch an die Wahrheit geglaubt, dass Jesus, obwohl Göttliches Wesen, wörtlicher Sohn Gottes mit wörtlichem Anfang bei Seiner himmlischeGeburt ist. James White hat nie die Göttlichkeit Christi abgelehnt, hat aber eindeutig betont, dass Jesus trotzdem Seinen Anfang hat. Wäre das keine Wahrheit, wäre es dann nicht merkwürdig, dass Ellen White nie etwas dagegen geschrieben oder gesagt hat, sondern im 20. Jahrhundert nochmals entschieden betonte, dass die alten Pionierwerke wieder gedruckt werden sollen!

Hat Ellen White in irgend einem Sinne den Worten dieser Pioniere widersprochen? Diese haben sehr entschlossen auf die Gefahr der Dreieinigkeit hingewiesen! Sie hat bis zu ihrem Tode kein einziges Wort gegen die Ablehnung der Dreieinigkeit geschrieben! Sie hat über ihren Mann, der bis zum Ende seines Lebens einen entschlossenen Kampf gegen die Dreieinigkeit geführt hat, geschrieben, dass sein einziger Fehler die übertriebene körperliche Belastung war, wodurch er zu früh starb. Sie hat auch die oben zitierten Prediger Jones (in seiner ersten Phase des Glaubens) und Waggoner als besondere Träger der Wahrheit erhoben, und hat mit ihnen zusammen 1888 viele Gemeinden besucht. 

Und ausgerechnet in dieser Zeit haben sie in unseren Zeitschriften und Büchern die Dreieinigkeit als die Lehre anderer Seite explizit verworfen. Auch bei dieser klaren Tatsache kommt wieder die Behauptung der Vertreter der Dreieinigkeitslehre, dass Waggoner und Jones zu dieser Zeit (erste Phase des Glaubens vor dem späteren Abfall) nicht richtig die Wahrheit verstanden hätten, so dass ihre Aussagen kein Gewicht hätten. Als Argumente werden die Tatsachen präsentiert, dass Uriah Smith und A. T. Jones in der Liste der 10 Königreiche verschiedene Völker genannt haben, und zwar die Hunnen und Alemannen. 

Dieses ändert aber keinen Glaubenspunkt! Es heißt natürlich nicht, dass diese Pioniere Propheten waren. Jedoch haben sie zurecht die biblische Tatsache betont, dass Jesus im Unterschied zu Seinem Vater einen Anfang hatte und dennoch Göttliches Wesen ist. Nur der Vater ist der Ursprung von allem, uns Sein Sohn gibt weiter, was vom Vater kommt.Aber selbst nach so klaren Beweisen, was wirklich die Lehre der alten Adventisten war, bleibt man von der Dreieinigkeitslehre gefangen und behauptet, dass Ellen White die Pioniere nur aus dem Grund nicht gewarnt habe, damit in der Kirche keine Auseinandersetzungen entstünden. 

Dieses ist nicht wahr! Sie ist entschlossen und ohne Kompromisse gegen jede falsche Lehre aufgestanden! Warum hat sie denn so entschieden gegen die Abfalllehre über den heiligen Geist gekämpft, die Dr. Kellogg verbreitet hat, und später auch A. T. Jones? Weil ihrem Bericht nach Gott es ihr angeordnet hat. Warum hat Gott ihr nicht angeordnet, die Dreieinigkeitslehre zu predigen, als ihre Ablehnung sehr ausgeprägt war? Dabei geht es um die wichtigste Grundlage einer Religion, nämlich darum, Wen wir anbeten! Es ist keine so nebensächliche Frage wie, ob die Hunnen oder Alemannen zu den 12 Stämmen zählen. 

Aber jetzt kommt noch ein Argument, dass Ellen White nur deshalb die Dreieinigkeitslehre nicht gepredigt habe, da sie und ihre Zeitgenossen nicht alles richtig „verstanden“ hätten. Als Argument zeigt man, dass manche Pioniere sogar das unreine Fleisch wie das Hasenfleisch gegessen hatten, und Ellen White nichts dagegen unternahm. Hat sie reagiert, wenn dieses überhaupt stimmt? Natürlich ja, da sie an sehr vielen Stellen geschrieben hatte, dass das Volk Gottes der letzten Tage nichts Tierisches essen wird. Sie hat nur einmal ihrem Mann Fleischsuppe gegeben, als er am Sterben war, da in den Notfällen nur das Fleisch schnell die Kraft geben kann, obwohl es sonst in jeder Hinsicht schlecht ist. Hat sie selber Fleisch gegessen, wie es manche jetzt behaupten? Dann wäre sie eine Heuchlerin, weil sie nicht gehalten hätte, was sie selber geschrieben hat:

  • Hätten Bruder (Uriah) und Schwester Smith ihre Positionen vereinigt, und bei der Frage der Gesundheitsreform gepflegt, wie Gott ihnen das Licht gab, hätten sie bessere Gesundheit und Geistlichkeit…Das Fleisch toter Tiere, das im Magen fermentiert und verfault, damit es in jeden Teil der Verdauung geschickt wird, ist nicht angenehm daran zu denken, oder dieses zu erfahren.“ {Ellen White: PH123, p. 41-43} 
  • Keiner unserer Prediger darf durch den Fleischverzehr das schlechte Vorbild geben! Mögen unsere Prediger und ihre Familien nach den Prinzipien der Gesundheitsreform leben. Unsere Prediger dürfen ihre Natur und die ihrer Kinder nicht tierisch machen.“ {Ellen White: SpM 211.3 Massage 133, 1902}

Es ist zweifelsfrei klar, dass sie alle Pioniere auch bei den kleinsten Punkten gewarnt hat, nichts falsches zu machen. Wenn sie Uriah Smith nur wegen dem Fleisch so scharf  ermahnt hatte, wäre es nicht wirklich merkwürdig, wenn sie bei etwas Fundamentalem nichts gesagt hätte, bei dem es darum geht, wen wir anbeten und ob wir dadurch das Erste Gebot halten!Aber selbst nach dieser Klärung kommt bei den Vertretern der Dreieinigkeitslehre keine Reue und Annahme der Wahrheit, sondern wieder ein neuer Versuch. Sie legen die Worte der Prophetin aus dem ersten Buch der Zeugnisse so aus, dass sie indirekt den Schweinefleischverzehr unterstützt habe, da sie die schnelle Gesundheitsreform abgelehnt hatte.

Manche gehen noch weiter, und nehmen diese Worte sogar als „Beweis“, dass sie keine Prophetin Gottes sei. Und man behauptet, dass sie nicht nur die Gesundheitsreform, sondern auch die „Wahrheit“ der Dreieinigkeit erst später „erkannt“ habe. Warum hat sie geschrieben, dass der Verzicht auf das Schweinefleisch nicht notwendig ist, und dann ein paar Jahre später noch das Buch der Gesundheitsreform? Wir wissen alle, dass wer sehr lange in einer Höhle ist, und dann zu schnell herauskommt, blind wird. Die gleiche Situation war auch bei den Pionieren, die gerade Babylon verlassen haben, wobei es bei der Gesundheitsreform nicht um die Religionsprinzipien geht, sondern um die begleitenden Aspekte des Lebens und der Heiligung.

Als sie am Anfang die Wahrheit gesucht haben, befanden sich in ihren Händen noch Alkohol und Zigarren. Aus dem Grund war Gott sehr geduldig und gab Seiner Prophetin die Aufgabe, sie am Anfang langsam zu führen, bis sie in der Lage waren, die Wahrheit vollständig zu verstehen. Aber dieses betrifft sicherlich nicht die Zehn Gebote! Das richtige Halten des ersten Gebotes entscheidet, wen wir anbeten! Man entscheidet bei der Annahme einer Religion sofort, Wen man anbetet, und dafür ist kein tieferes Wissen notwendig! Da Ellen White bereits wegen dem Fleisch so deutliche Ermahnungen gegeben hat, wie streng wären sie erst gewesen, wenn die Dreieinigkeitslehre wahr wäre und die Pioniere sie so stark bekämpft haben! Die nächste Behauptung, dass auch die deutlich späteren Aussagen der Pioniere gegen die Dreieinigkeit „keine“ Wahrheit seien, bedeutet den nochmaligen Versuch der Verteidigung dieser Irrlehre. 

Wurden die Pioniere denn nicht durch den Geist Gottes geführt, als sie nach langem Studium der Bibel (1846-1848) entschieden haben, den Sabbat immer freitags um 18 Uhr zu beginnen, wobei manche auch schon damals erkannt haben, dass der Sonnenuntergang der richtige Zeitpunkt ist? Dieses bedeutet nicht, dass die Pioniere durch das Unwissen, wann der siebente Tag beginnt, das vierte Gebot abgelehnt haben! Am Anfang war es primär wichtig, dass man den wahren Sabbat der Zehn Gebote annimmt, und den Sonntag als falschen Sabbat hinter sich lässt. Die Vertreter der Dreieinigkeit nehmen diesen Fall als „Beweis“, dass wir nicht alle Aussagen von Ellen White (und somit auch der Pioniere) als definitive Wahrheit annehmen sollten, da sie 1855 zusammen mit Joseph Bates gegen die Änderung der Praxis des Beginns freitags um 18 Uhr protestiert hat.

  • „Ich wurde zur ersten Wiederherstellung des Sabbats versetzt und folgte dem Volk Gottes bis zu dieser Zeit, sah aber nicht, dass der Herr unzufrieden war oder es missbilligte. Ich habe gefragt, warum wir erst jetzt die Zeit des Sabbatbeginns ändern sollten. Der Engel sagte: Du wirst es verstehen, aber momentan noch nicht, noch nicht. Der Engel setzt fort: „wenn das Licht käme, und verworfen oder verachtet wird, dann kommt das Urteil und Ärger Gottes; aber, bevor das Licht kommt, ist auch keine Sünde für diejenigen, die keins ablehnen können.“ Ich sah, dass in manchen Menschen die Gedanken kamen, dass Herr gezeigt habe, dass der Sabbat um 18 Uhr beginne, während mir eigentlich nur gezeigt wurde, dass der Sabbat am Abend beginnt, und sie haben selber die Meinung herausgezogen, dass es 18 Uhr war. Ich sah, dass die Diener Gottes mehr zueinander kommen, und ihre Reihen enger schliessen sollten.”  {Ellen White: 1T, p. 116}

Wenn ihre Aussagen nicht der Wahrheit entsprechen würden, dann würde das bedeuten, dass sie auch bei den anderen Aussagen in den ´Zeugnissen für die Gemeinde´ die falsche Prophetin gewesen wäre. Wenn wir uns aber den genannten Text genauer anschauen, können wir eindeutig lesen, dass der Engel ihr damals sagte, dass ihr die richtige Art des Sabbatbeginns erst später gezeigt wird, und sie hat nicht geschrieben, dass sie diesbezüglich „falsche“ Visionen bekam! 

Was das Schweinefleisch angeht, hat es sich nur darum gehandelt, dass Gott nicht erlaubt hat, dass die Schritte zu den begleitenden Wahrheiten, wie z.B. die Gesundheitsreform, zu schnell werden und dadurch die Forschung der Hauptwahrheiten behindern. Wenn diese Bedeutung nicht wahr wäre, würde dies bedeuten, dass Ellen White eine falsche Prophetin gewesen wäre! Die Vertreter der Dreieinigkeitslehre erinnern auch daran, dass es bei Adventisten am Anfang keine verbindliche Erkenntnis über den Zehnten gab, und viele meinen, dass auch die Dreieinigkeit wie der Zehnte erst später „erkannt“ wurde. Aber wiederholen wir nochmals: Was haben begleitende Wahrheiten wie der Verzicht auf Fleischverzehr und der Zehnte mit zentralen, den Zehn Geboten und das Annehmen des Opfers Jesu, zu tun? 

Im ersten Gebot steht, dass wir Gott anbeten und keine anderen Götter neben Ihm haben sollen! Als Israel Ägypten verließ, hat es zuerst die Zehn Gebote auf dem Berg Sinai bekommen, und alle anderen Gesetze, wie auch heute die Frage des Zehnten oder des Sabbatbeginns, kamen nachträglich, als Vertiefung der Erziehung der Kinder Gottes. Ist das Halten der Zehn Gebote und die Frage, wen wir anbeten, nur eine „begleitende“ Vertiefung der Wahrheit? Trotz so eindeutiger Prinzipien kommen die Behauptungen, dass Ellen White die meiste Zeit die falsche Lehre über die Dreieinigkeit geschrieben habe, bis sie „um 1890“ die „Wahrheit“ erkannt habe. Das würde bedeuten, dass alle ihrer Prophezeiungen bis 1890 nicht inspiriert sind! Die sündhafte Ablehnung der Propheten Gottes und ihrer deutlichen Worte im Alten Testament wird auch heute wiederholt!

  • „Da sprachen sie: ´Kommt, lasst uns wider Jeremia Anschläge ersinnen! Denn es wird weder das Gesetz dem Priester, noch der Rat dem Weisen, noch das Wort dem Propheten verlorengehen. Wohlan, lasst uns ihn mit der Zunge niederschlagen, dass wir auf keines seiner Worte merken müssen!´“ {Jeremia 18,18}

Die Vertreter dieser gefallenen Religion sind zu solcher Verdrehung gezwungen, da Ellen White sehr klar schrieb, dass sie in der Vision gesehen hat, dass Jesus der wörtliche Sohn schon vor dem ersten Kommen auf die Erde war, was die Dreieinigkeit ausschließt! Und dieses ist keine vorübergehende oder unvollständig begriffene Anschauung, sondern die von Gott inspirierte Bestätigung der Wahrheit, welche auch die Pioniere mit ihren Texten und Lehren begleitet haben. Aber selbst jetzt machen die Vertreter der Dreieinigkeitslehre noch einen letzten sinnlosen Versuch mit der Behauptung, dass die Adventisten doch immer an die Dreieinigkeit geglaubt hätten, außer einiger „Extremisten“ um Ellen White. 

Als Beispiel wird William Miller genommen. Aber er ist nie ein Adventist geworden und hat auch den Sabbat nicht erkannt!  Dabei wird es verschwiegen, dass er in der letzten Phase auch wahrnahm, dass die Dreieinigkeit falsch ist! Als zweites Beispiel wird auf die Annahme von ein paar Baptisten in den frühen Jahren hingewiesen, welche die Dreieinigkeit nicht aufgegeben haben. Auch hier geht es nur um ein paar Menschen, welche diese Wahrheit nicht vollständig verstanden haben. Was wir darüber gelehrt haben, konnten wir in den Zitaten der tragenden Pioniere sehen! Mit solchen Argumenten könnte man auch „beweisen“, dass wir den Sonntag gehalten hätten! 

Ellen White hat vor 1900 geschrieben, dass wir die vollständige Wahrheit über Gott und die himmlische Konstellation besitzen, die nicht verändert, sondern nur weiter vertieft werden dürfe. Die Wahrheit über Gott gehört zum Kern der Wahrheit aller Zeiten. Sie war, ist und bleibt immer gleich! Hat Abraham einen „unvollständigen“ Gott angebetet, als er den Vater angebetet hat? Sicherlich nicht! Die Dreieinigkeitslehre hat die Verherrlichung des wahren Gottes vernichtet, und die Anbetung eines falschen Gottes eingebracht!

Warum sollen diese Menschen die alten Wahrheiten zurückbringen, wenn wir wirklich (allmählich) immer tiefere und breitere „Wahrheiten“ erkannt hätten? Unsere heutige Gemeinde befindet sich im gleichen Zustand wie zur Zeit vom Propheten Elia, als nur 7000 Menschen vom großen Volk beim wahren Gott geblieben sind. Aus dem Grund bekommt unsere Gemeinde keinen Spätregen, weil dies unmöglich ist, wenn wir an den falschen dreieinigen Gott glauben, und dadurch das ERSTE GEBOT ablehnen.

  • „Ich teile der Gemeinde die ernste Nachricht mit, dass NICHT EINER UNTER ZWANZIG, die in den Gliederlisten der Gemeinde verzeichnet sind, bereit sind, ihre irdische Geschichte zu schließen. Er wäre ohne Gott und ohne Hoffnung in der Welt wie jeder andere Sünder auch.“ {Ellen White: DC 52.4, 1893}

Dieser Text ist ein Ausschnitt aus dem Buch Erstes Gebot oder die Dreieinigkeit in dem alle Zitate von Ellen White zusätzlich auch auf Englisch stehen.

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